Der einzigartige deutscher Sänger Pascal Finkenauer wurde einem breiten Publikum durch die Kooperation mit der Band “Fettes Brot” bekannt. Danach erschien Anfang 2007 sein zweites, erfolgreiches Soloalbum. Die Musik des jungen Künstlers wird vor allem charakterisiert durch die schwere Zuordnung: die ungewöhnlichen Texte und deren Interpretation brachten ihm in den Medien unter anderem die Beinamen “Punkchansonnier” oder “postmoderner Liedermacher” ein.
Pascal Finkenauer: Ein Unikat
Geboren 1977 bei Mainz, setzt Pascal Finkenauer seit dem Beginn seiner wechselvollen Musikkarriere auf eine ganz spezielle, oft wechselnde Stilistik. Mit der Single “Unter Grund” aus seinem dritten Album trat er im Jahr 2009 für das Bundesland Rheinland-Pfalz beim Bundesvision Song Contest an – und belegte Platz 12.
Durchbruch dank “Fettes Brot”
Auch wenn ihm der Medienrummel im Nachhinein etwas zu viel wurde, ist dem Ausnahmetalent durchaus bewusst, wie wichtig die Zeit mit “Fettes Brot” für seine Karriere war. Sein Oeuvre erschließt sich nicht unbedingt jedem sofort. Laut dem Singer / Songwriter entsteht aus der Stimmung seiner Kompositionen die Idee zum Text. Bis dato hat er vier Solo-Alben veröffentlicht, die eine Gemeinsamkeit aufweisen: die gewählten Worte und das musikalischen Ausdrucksvermögen. Er skizziert Bilder im Kopf, und seine Live-Konzerte erinnern an Lesungen.
Werdegang Pascal Finkenauers
Der nachdenkliche Musiker interessierte sich auch für Psychologie und Philosophie und kam durch ein Praktikum zur Tontechnik. Im Musikstudio machte er prägende kreative Erfahrungen und brachte im Jahr 2000 mit seiner Band Jaw ein englischsprachiges Album heraus: “No Blue Peril” war stark elektronisch geprägt, bei Live-Auftritten beschritt die Truppe ungewöhnliche Wege. So wurde es zu einem ihrer Markenzeichen, Zitate aus Theater und Lyrik einzubauen. Das Trio veröffentlichte danach keine weiteren Alben.
2004 sorgte das Trash Punk Projekt “The Black Cherries” des Ausnahmekünstlers für Aufmerksamkeit, bevor im selben Sommer das deutschsprachige Solo-Debüt folgte. Finkenauer lieh seine Stimme den Freuden von “Fettes Brot” im Refrain von “An Tagen wie diesen”, das auf dem Album “Am Wasser gebaut” erschien. 2008 folgte eine weitere Kooperation: “Ich lass dich nicht los”.